Bad Banks für Spanien

Die Krise in der Eurozone will sich einfach nicht legen. Nicht nur Griechenland stellt in diesen Tagen ein immer größer werdendes Problem dar, sondern immer wieder auch Spanien. Das Land hat mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen und tut sich schwer damit, wieder auf einen grünen Zweig zu kommen. Schon seit über einem Jahr brodelt die so genannte Eurokrise, die bereits mehrere europäische Länder an den Rand des Bankrotts getrieben hat, darunter Spanien, Italien und Griechenland.


Auch die sonst wirtschaftlich starken Länder Frankreich und Deutschland haben darunter zu leiden. Juerg Zeltner, der als CEO beim UBS Wealth Management tätig ist, hatte schon vor über einem Jahr erkannt, dass es die EU mit harten Voraussetzungen auf den Finanzmärkten zu tun haben würde. Handels- und Währungskonflikte seien nicht auszuschließen, ja sogar zu erwarten. Und genau so ist es dann tatsächlich auch gekommen. Nun sollen neue Maßnahmen ergriffen werden, wie man Spaniens Banken langsam aber sicher aus der Misere ziehen kann, in der sie schon seit langem stecken. So genannte Bad Banks sollen eingeführt werden, die als Auffanggesellschaften fungieren sollen, so dass ihnen die Banken ihre faulen Kredite übertragen können. Die Finanzreform ist eine Art letzter Versuch, das Land finanziell zu retten. Erst kürzlich hatte die viertgrößte spanische Bank verstaatlicht werden müssen, um weitermachen zu können.


Zudem sollen die gesamten Immobilien Bestände der Branche überprüft werden. Mit der Reform, die am Freitag beschlossen wurde, wird es zwar nicht grundsätzlich zur Bereitstellung staatlicher Mittel kommen, aber man könnte den Banken Darlehen zur Verfügung stellen. Rückstellungen für Probleme im Immobiliensektor sind ein weiterer Punkt, der im Zuge der Reform bearbeitet werden soll. Bis zu 47 Prozent mehr Geld zur Absicherung von Hypotheken sollen die Banken ab jetzt zurücklegen. Nachdem eine Immobilienblase geplatzt war, befanden sich plötzlich einige spanische Banken in einer extrem schlechten finanziellen Lage, was dazu führte, dass die US Ratingagentur Standard & Poor’s sogar neun Banken herabstufte. Ob die Reform tatsächlich etwas bringen wird, muss sich erst zeigen. Die Bad Banks könnten hier immerhin einen Anfang bilden und Erleichterung für die Banken bringen.

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