Die Verjährung und Fristwahrung bei Schulden

Die Verschuldung in der Gesellschaft nimmt immer mehr zu, die Gründe hierfür sind so mannigfaltig wie die Möglichkeiten diese auch wieder in den Griff zu bekommen. Die meisten von ihnen haben diese, weil sie aufgrund zu geringer Einnahmen einfach nicht in der Lage sind, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Einige jedoch wollen ihre Schulden auch einfach nicht begleichen, weshalb sie diese liegen lassen und hoffen, dass sie ja bald verjähren werden.


Allerdings hat sich die Verjährungsfrist bei den Schulden in den letzten Jahren auch stetig verändert, sodass es schwer fällt, hier den Überblick zu behalten. Aktuell verjähren Schulden nach drei Jahren. Dabei beginnt die Frist in dem Jahr, nachdem die Schulden entstanden sind. Das heißt, eine Rechnung, die vom 14. Februar 2008 datiert war, begann am 01.01.2009 zu verjähren. Die Verjährung der Schulden tritt am 31.12.2011 ein. So ist zumindest der normale Ablauf bei der Verjährung von Schulden, doch mitunter kann man hier auch noch einige weitere Dinge in die Wege leiten, die die Verjährung hemmen oder stoppen können. Dann beginnt die Uhr der Verjährungsfrist erneut zu ticken oder die Frist verlängert sich. Wichtig ist, dass eine Mahnung hier nicht ausreicht, es muss schon ein gerichtlicher Mahnbescheid erstellt werden. Diesem folgt in der Regel der Vollstreckungsbescheid, oftmals auch ein gerichtliches Urteil. Durch das Urteil erhält man die Titulierung der Forderung und damit eine enorme Verjährungsfrist.


Sobald also eine titulierte Forderung vorliegt, beträgt die Verjährung hierbei 30 Jahre. Dies gilt allerdings nur für die Hauptforderung und eventuell gerichtlich mit titulierte Zinsen. Die Zinsen, die nach dem Urteil auflaufen, verjähren hierbei wiederum nach drei Jahren. Durch die lange Verjährung hat man die Chance, sich seine Forderungen auch zu einem späteren Zeitpunkt vom Schuldner zurück zu holen. Denn selbst wenn dieser zum Zeitpunkt des Urteils nicht in der Lage ist, die Schulden oder zumindest einen Teil davon zu zahlen, sollte es doch möglich sein, dem Schuldner noch nach zehn oder 15 Jahren entgegen zu treten. Denn sollte dieser wieder eine Arbeit gefunden haben oder er hat eine Erbschaft erhalten, kann ebenfalls aus diesen Einnahmen heraus vollstreckt werden. Wie bereits betont unterliegen hierbei Fristen von Verjährungen und Möglichkeiten der Vollstreckung sich ständig ändernder Rechtsprechungen. Von daher ist man stets gut beraten sich über aktuellste Regelungen zur Schuldenthematik zu hinterfragen sowie sich genauestens über die Art und Weise des zustande kommen der Verschuldung zu informieren.

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