Geldanlage für 2 Jahre

Wer eine optimale Geldanlage sucht, muss immer bedenken, für wie lange er notfalls auf sein Geld verzichten kann. Je länger das Vermögen arbeiten kann und Zinsen bringt, desto höher ist am Ende auch meistens die Rendite. Bei einem Anlagezeitraum von zwei Jahren eignen sich eigentlich nur festverzinsliche Geldanlagen. Aktiengewinne sind zwar über einen längeren Zeitraum verglichen deutlich höher als Erträge aus Festgeld, aber bei solchen risikobehafteten Geldanlagen wird empfohlen, die Aktien mindestens fünf bis zehn Jahre zu halten.


Bei dem ständigen auf und ab an der Börse hat man als Anleger so die Gelegenheit, auf einen günstigen Zeitpunkt zu warten, bis man die Aktien mit Gewinn verkaufen kann. Will man aber seine Aktien zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt auflösen, in diesem Beispiel also nach genau zwei Jahren, ist das Risiko viel zu groß, dass gerade dann, wenn man das Geld benötigt, das wirtschaftliche Umfeld so negativ ist, dass man nicht nur keinen Gewinn erzielt, sondern im ungünstigsten Fall sogar einen großen finanziellen Verlust realisieren muss. Im Augenblick sind die Aktien relativ billig zu haben und normalerweise wäre das eine gute Gelegenheit für einen Kauf. Aber im Hinblick auf die möglichen Risiken sollte man doch auf eine sichere festverzinsliche Geldanlage setzen.


Die Finanzkrise in den USA und auch in Europa ist noch nicht ausgestanden und Warnungen vor einer möglichen Rezession in den USA werden immer lauter. All das würde auch die Börsen weiter belasten. Wer sich vernünftigerweise dafür entscheidet, sein Geld für zwei Jahre in festverzinsliche Wertpapiere anzulegen, könnte sich für ein Tagesgeld- oder ein Festgeldkonto entscheiden. Es ist schwer zu sagen, welches nach zwei Jahren die meisten Zinsen erwirtschaftet. Es gibt gute Konditionen für Tagesgeld, die nicht schlechter sind als die für Festgeld. Im Moment weiß noch niemand, wie sich die Zinsen weiter entwickeln. In den USA wurden sie zwar gesenkt, aber die Europäische Zentralbank hat noch keine derartige Entscheidung getroffen. Die hohe Inflation würde für eine Erhöhung der Zinsen sprechen, und dann würden sich auch die Konditionen für Tagesgeld verbessern. Wer auf diese Entwicklung hofft, könnte besser bedient sein, wenn er sein Geld zu flexiblen Zinssätzen anlegt, da er dann von dieser Zinserhöhung profitieren würde. Im andern Fall, wenn die Zentralbank wegen der Abschwächung der Wirtschaft das Geld billiger macht, wäre es von Vorteil, sein Vermögen auf einem Festgeldkonto für zwei Jahre anzulegen. Der zur Zeit noch relativ hohe Zinssatz wäre für den gesamten Anlagezeitraum fest geschrieben. Vielleicht sollte man noch ein paar Wochen abwarten, ob die EZB den Basiszinssatz verändert.

Tipps zu Tagesgeld und Eröffnung eines Tagesgeldkontos

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